WACHSTUMSMARKT
Der Markt für Gasfahrzeuge
ist in Deutschland in den vergangen Jahren stark gewachsen. Gleichzeitig konnte auch der Markt für die Umrüstungen von Benzinmotoren auf die zukunfts-weisende Gasantriebstechnologie ein rasantes Wachstum verbuchen.

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Die wachsende Popularität von Auto- und Erdgasantrieb hat zwei Gründe: Gasantrieb verursacht bis zu 80 Prozent weniger Schadstoffe als konventioneller Kraftstoff. Allein der CO2-Ausstoß wird um 20 bis 25 Prozent im Vergleich zu Benzinfahrzeugen vermindert und eine Diskussion um Rußpartikel stellt sich bei Gasantrieb ohnehin nicht. Nicht zuletzt aus der hohen Umweltverträglichkeit resultiert der zweite Grund: Der Gesetzgeber belohnt dieses Umweltbewusstsein mit einem reduzierten Mineralölsteuersatz von 58 Prozent, der bis zum Jahr 2018 festgeschrieben ist – was den Gasantrieb insbesondere für Autofahrer zu einer wirtschaftlich sinnvollen Alternative macht.

Autogas und Erdgas schonen beide die Umwelt und den Geldbeutel – nur in physikalisch-chemischer Hinsicht unterscheiden sie sich. Autogas (auch „Flüssiggas“) ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das als Restprodukt bei der Gewinnung von Benzin aus Rohöl entsteht. Es wird bereits bei geringem Druck (ca. 10 bar) flüssig und liegt im Tank flüssig vor. Die Kosten für eine Autogas-Umrüstung liegen zwischen 2.000 und 2.700 Euro. Erdgas hingegen ist ein Naturgas und besteht hauptsächlich aus Methan. Es wird unter hohem Druck (200-240 bar) gasförmig im Tank gespeichert, daher müssen Erdgastanks und -leitungen auf hohen Druck ausgelegt sein. Die Umrüstungskosten für Erdgasantrieb liegen zwischen 3.300 und 5.500 Euro.

Die Reichweite von Gasfahrzeugen hat in den vergangenen Jahren ständig zugenommen. Mittlerweile kommt man, abhängig von Fahrweise und Fahrzeugtyp, mit einem „reinen“ Gasfahrzeug etwa 500 Kilometer weit. Die Reichweite verdoppelt sich bei sogenannten bivalenten Fahrzeugen, die neben einem Gas- auch über einen regulären Benzintank verfügen.